Renault-Nissan-Mitsubishi setzen ab 2021 auf Android – Auch per UEM verwaltbar?

Laut Wall Street Journal wird die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi in allen Fahrzeugen ab 2021 Android für Infotainment Systeme und Anzeigen einsetzen. Die Allianz hat im ersten Halbjahr 2018 über 5,5 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, mehr als Toyota und Volkswagen.

Smartwatches und Autos sind bisherige Schwachstelle

Gerade Außendienstler kennen es: Gerade im Auto und man muss einen Kunden anrufen. Was macht man jedoch, wenn die IT- / Mobility- Abteilung den Export von geschäftlichen Kontakten per IT-Richtlinie verbietet?! Denn beim Einsatz von Bluetooth Verbindungen werden interne Daten auf nicht verwaltbare Geräte synchronisiert / kopiert. Somit stellen die angebundenen Geräte wie Smartwatches und Infotainmentsysteme das schwächste Glied der Vertrauenskette dar.

Android Enterprise

Ab 2021 wird die Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi ein vollwertiges Android auf den Infotainmentsystemen einsetzen. Android Enterprise ist ein Bestandteil von Android und den Google Services. Somit könnten MDM Hersteller, dessen System auf den Namen UEM (Unified Endpoint Manager) hören, auch diese Infotainmentsysteme anbinden.
Somit könnte man Kontakte, Termine und weitere interne Daten direkt und optional per VPN Verbindung auf die Infotainmentsysteme in den Android Enterprise Container synchronisieren. Die Daten wären vollständig verwaltbar und getrennt von den persönlichen Daten.

Voraussetzung wäre hier natürlich, dass Google bzw die Autohersteller eine nicht angepasste Android Version nutzen, d.h. mit allen Google Services. Wünschenswert wäre es, nimmt es doch vielen Admins, Außendienstlern und Datenschutzbeauftragten den Druck.
Es wird explizit auf Google Maps, Play Store und den Assistenten hingewiesen, daher gehe ich von einer vollwertigen Android Version aus.

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