Start Hardware BlackBerry CEO: Zur Not auch ohne eigene Smartphones! Eventuell Lizenzierung?!

BlackBerry CEO: Zur Not auch ohne eigene Smartphones! Eventuell Lizenzierung?!

von Ben Witt
2 Kommentare

BlackBerry könnte gezwungen sein die Produktion von eigenen Smartphones einzustellen wenn sich die Bemühungen des Turnarounds nicht umsetzen.

So lies es BlackBerry CEO John Chen im Interview mit Bloomberg verlauten.

Das Unternehmen könnte die Modellpalette verkleinern, das Angebot im Billig Segment (z.B. BlackBerry Leap) streichen und sich mehr auf Geschäfts- und Regierungskunden fokussieren, um das Smartphone Geschäft wieder profitabel zu machen.

Dies ist der Idealfall. Zu einem bestimmten Punkt werden die Ökonomen übernehmen.

BlackBerry´s Einnahmen aus dem Hardwaregeschäft sind zum Vorjahresquatal um 31 Prozentpunkte auf 263 Millionen US-Dollar gesunken. Dabei war genau dieser Absatzmarkt noch für gut 50% der Einnahmen aus dem Fiskaljahr 2015 verantwortlich.

Wenn dieser Zustand für eine “lange” Zeit so anhalten und damit die Shareholders und die Bilanz nach unten ziehen würde, wäre es nicht richtig so weiterzumachen.

Seit der Übernahme des CEO-Postens vor 1,5 Jahren hat Chen die Hardwareherstellung an einige taiwanesische Firmen ausgelagert, um so die Kosten zu drücken und die BlackBerry Software auch auf Geräten von anderen Herstellern laufen zu lassen (Anm: Lizenzierung?).

Es wird ein High-End-Smartphone geben. Du gehst als Geschäftskunde in einen AT&T Laden und kannst es dort bekommen. Mit den chinesischen und indischen Herstellern im unteren Preissegment zu konkurrieren ist hart.

Dieses Jahr rechnete man zuerst mit 4 Smartphones. Dann lies Chen in einem Interview die Aussagen fallen, dass nur noch 1 oder 2 eigene Smartphones im Jahr auf den Markt gebracht werden sollen.

Regierungskunden brauchen aber dringend BlackBerry Smartphones, da BYOD in diesen Einsatzszenarien höchst selten erlaubt sind. OS10 gilt als sicherstes mobile OS und per BES12 aktiviert ist es einzigartig auf dem Markt.

Doch BlackBerry will als Softwarehersteller wahrgenommen werden. So unterstützt die eigene MDM Lösung alle 4 große mobilen OS (Android, BlackBerry 10, iOS und Windowsphone) und Containerlösungen wie KNOX und Android for Work. Das Unternehmen registrierte auch mehrere Android-Domains und arbeitet mit Boeing an einem sicheren Android Smartphone, das sich auch noch selbst zerstören kann.

Dies ist der eigentliche Turnaround… oder wie manche befürchten der IBM Weg.

Forumsdiskussion

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2 Kommentare

FS 27. Juli 2015 - 21:35

Wir wollen außergewöhnliche high end BlackBerrys!!! BlackBerry ohne Smartphones ist inakzeptabel!!!

MasterHoop 30. Juli 2015 - 15:34

@FrankSiedler:disqus sehe ich auch so. BB muss darauf achten, dass ich mir als Kunde nicht wie zweite Prio vorkomme, sonst kann das mit dem HW Geschäft auch nix werden. Den gleichen Fehler hat MS mit den Lumias gemacht. Meine Kumpels hatten auf ihren Android und iOS Geräten bessere MS-Apps (z.B. Office) als ich auf einem MS Windows Gerät?! #wtf Wenn BB weiter so auf die Software pocht, habe ich irgendwie das gleiche Gefühl, nicht gut BB! _mH

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