Der Privatanwender und BlackBerry nach 2016 – Wechsel?!

Dies ist eine Hypothese, ein Gedankenspiel. Für dieses Gedankenspiel braucht man aber eine Basis: Die Tatsache akzeptieren, dass das Unternehmen BlackBerry seinen Fokus auf Software und Unternehmenskunden gelegt hat und BlackBerry OS10 defakto nur noch am Leben gehalten wird. Für welchen Zeitraum, steht auf einem anderen Blatt Papier.

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BlackBerry, was für eine Marke. Durchaus im doppelten Sinne zu verstehen. Immer eigenständig, genug Geldreserven auf dem Konto und irgendwie anders, ein wenig hinter den Hypes dieser schnellen Informationswelt.

BlackBerry mit den eigenen Pushdiensten und den Möglichkeiten zur Produktivität, war lange die Nummer eins.

Während an manchen Orten die Menschen ihre Smartphones in die Höhe hielten, um Empfang zu gewährleisten, surften BlackBerry Nutzer entspannt im Internet. Denn ein BlackBerry hatte so gut wie immer Empfang.

Oder die Benachrichtigungs-LED. Das BlackBerry liegt auf dem Tisch und man kann anhand der LED Farbe erkennen, ob es eine wichtige Benachrichtigung ist oder nicht.

Dann kam 2013 und die Einführung von BlackBerry OS10. Der Traum wurde wahr: ein BlackBerry mit Full Touch in iPhone-Formfaktor und einem neuen, schnellen, stabilen und sicheren System. Endlich frischer Wind in der mobilen Kommunikationswelt?! Endlich nach 5 Jahren eine Reaktion auf iOS und Android?!

Doch BlackBerry strauchelte und fand keinen Absatz. Millionen Geräte mussten abgeschrieben werden. Teilweise aufgrund von mangelndem Marketing und teilweise Werbespots, die keiner verstand. Also back to the roots und den Fokus auf die legen, die damals schon Wachstum für BlackBerry brachten: Unternehmen und ihre Yuppies.

BlackBerry hatte nun aufgrund der Schwierigkeiten einen Turnaround Plan, den man mit BWL Grundkenntnissen nachvollziehen kann: Aufstellung auf eine breite Basis. Der BlackBerry Enterprise Service 12 und der BlackBerry Messenger sowie weitere Software Lösungen bedienen nun alle mobile Betriebssysteme, die für Unternehmenskunden eine Rolle spielen.

Dazu noch QNX, DAS Realtime OS, als Basis in Industrie und Medizin. Ironischerweise hat dort BlackBerry mit QNX, auch Basis für BlackBerry OS10, eine höhere Verbreitung als im Smartphonesegment.

Doch die Unternehmen wollen halt auch die coolen iPhones und Galaxy’s einsetzen. Und Tablets! Die sicheren Kommunikationstools werden schließlich auch auf iOS und Android angeboten, wie zum Beispiel Secusmart.
Die Basis ist nicht sicher, aber egal, denn der Privatanwender kann machen was er will. Der berufliche Container muss sicher sein und das ist er.

Nun hat BlackBerry auf Android gesetzt. Der neue Android Slider BlackBerry PRIV. An sich eine tolle Idee mit dem Slider, aber es muss noch viel an der Software getan werden wie der BB10QNX Langzeittest gezeigt hat.

BlackBerry hat das erste Mal kein eigenes Betriebssystem auf einem eigenen Gerät und macht sich abhängig. Zumindest spart man sich Kosten. Verliert aber Zertifizierungslevel im Bezug auf OS10.

Was soll man nun machen? Wie sieht der Markt aus?

Wo soll der Anwender hin? Diese Frage und die Frage zur zukünftigen “Arbeit & Support” wird oft an BB10QNX gestellt.

Markt

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BlackBerry OS10

BlackBerry steht auch 2016 zu seinem System, zumindest schreibt das die Marketingabteilung. Es wird noch 2 Updates geben, die aber keine neuen Funktionen bringen werden.
Wer nicht für jede Lebenssituation eine App braucht kann dieses System weiterhin verwenden. Android Apps laufen zur Not auch, nur keine mit dem Verlangen nach Google Services. Wer aber auch Android Apps nutzen will oder muss, kann auch gleich ein Android nehmen.

Android

Wenn man mit einigen Unzulänglichkeiten umgehen kann, dann würde ich das PRIV nehmen. Die Grundidee ist gut und von der HW her ist das Gerät sicher.

Doch Samsung hat mit KNOX ein Schwergewicht im Ring. Vom Prinzip her wie BlackBerry: Härtung der Hardware plus einen Container für Privatanwender, nennt sich MyKnox. Kostenlos. Samsung hat auch viel an der Software gearbeitet und Bloatware entfernt bzw der Nutzer kann sie deinstallieren. Die Qualität ist seit dem letzten Note und S6 sehr gut.

Ansonsten ein Gerät und Cyanogen flashen. Wer nicht weiß was das ist, sollte diesen Punkt vergessen. Nicht böse gemeint oder als Bevormundung, aber bei diesem Vorgang kann man sein Gerät auch unbrauchbar machen.

iOS

Apple Geräte sind teuer, dafür relativ wertstabil. Von der Usability sind die Systeme super. Hardware und Software perfekt aufeinander abgestimmt. Die Dinger laufen einfach.

Aber ein produktives Arbeiten ist aber schwierig. Das hängt an der Struktur des OS. So wechselt zum Beispiel die Bedienebene vom oberen Bildschirmrand zum unteren und im nächsten Arbeitsschritt wieder umgekehrt.

Apple hat ein geschlossenes System. Wenn man sein gesamtes System auf Apple Produkte umstellt hat man Ruhe. Die Geräte laufen harmonisch zusammen. Mischkonfigurationen können schwierig sein, zum Beispiel iPhone und Windows PC.

WindowsPhone bzw Windows 10 Mobile

Microsoft schwächelt ein wenig, dies könnte sich bald ändern. Win 10 ist das neue mobile OS und sollte eigentlich schon seit Ende letzten Jahres auf dem Markt sein.

Im Sommer kommt das Redstone 1 Update und dann hat man als Nutzer folgendes: ist der Desktop auch auf Win10 und nutzt sein Lumia/Surface mit demselben Konto, kann die Arbeit ohne Verzug auf wechselnden Geräten stattfinden. Oder man setzt das Smartphone als Desktop Ersatz Dank einer kleinen Box ein.

Sicher ist das System auf Mobile. Einen Container gibt es nicht, da man ein integriertes DRM hat bzw es kommt noch.

Fehlende Apps sind bald Geschichte, da Entwickler ihre iOS Apps portieren können.

Exoten wie Ubuntu, Linux, Sailfish, Tizen

Diese Systeme sind zur Zeit etwas für Profis und Nutzer, die nicht für jede Lebenslage eine App brauchen. Das ein oder andere System kann wachsen, wird es aber schwer haben.

Für alle gilt:
Manche Nutzer kommen sofort mit der Aussage:

Ich gebe doch einem Unternehmen aus den USA nicht meine Daten, daher kein Google/MS/Apple!

Richtig. Safe Harbor ist abgeschafft und das Nachfolgeabkommen ist genauso löchrig bzw soll es gar keine gesetzliche Regelungen auf US Seite geben.

Zu bedenken gilt: BlackBerry kommt aus Kanada, einem Staat der Five Eyes. Also sehr eng verbunden mit NSA und GCHQ.
BlackBerry hat eine gute Reputation, im Enterprise Umfeld.

Privatanwender sind heute so gläsern wie nie zuvor. Es ist egal welches System eingesetzt wird. Man kann nur wirksam den Inhalt Ende-zu-Ende verschlüsseln, aber keine Meta Daten.

Will man nicht gläsern sein, darf man nichts an Angeboten wahrnehmen, die auf den Systemen angeboten werden. NICHTS!!! Macht euch nichts vor!

Ein Android Gerät von der Stange oder ein Billig Gerät aus Fernost sollte man nicht nutzen. Google will aufgrund der Einkommensquelle und dem Leitbild zu viel wissen.
Apple hat viel getan in letzter Zeit, ist aber auch keine Wahl, so hat das System auch die höchste Anzahl an gemeldeten Sicherheitslücken. Keine Ergonomie, Produktivität ist schlecht und es ist teilweise sehr teuer. Geschlossene Systeme haben Vor- und Nachteile, die Nachteile überwiegen aber.
Windows10 macht einen guten Eindruck und es gefällt optisch. Der Workflow ist auch nicht schlecht. Aber auch hier wird einiges an Daten für Services ausgewertet. Dies ist aber bei allen Systemen und deren Diensten.

Diese drei Systeme werden den Markt langfristig beherrschen.

BlackBerry wird den IBM Weg gehen und nicht mehr lange im Bewusstsein von Privatanwendern sein.

Und die Hardcore Vertreter: BlackBerry OS10 wird es wie OS/2 ergehen, akzeptiert es bitte endlich.

Zu BB10QNX:

Es wurde schon öfter klar gemacht, das wir hier eine offene Community haben. Fokus ist BlackBerry und BES.

Der BES ist Multi OS. Daher werden hier auch Android, iOS, Windows, OSX und weitere Systeme behandelt.

Auch wenn ihr Linux oder etwas anderes einsetzt und Tipps oder Fragen habt, her damit. Nur keine Scheu.

Diese Plattform wird weiterhin bestehen bleiben. Und es wird auch weiterhin keine Werbung geschaltet.

BB10QNX

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